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Deutsches Konto als U.S.-Person: FBAR, Form 8938 & Steuer
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German Bank Account · U.S. Person

Deutsches Konto als U.S.-Person: FBAR, Form 8938 und U.S. Steuer

Ein deutsches Girokonto, Tagesgeldkonto oder Depot ist für eine in Deutschland lebende U.S.-Person steuerlich kein gewöhnliches Inlandskonto: Aus U.S. Sicht handelt es sich um ein ausländisches Finanzkonto. Dadurch können neben der normalen U.S. Einkommensteuer zusätzliche Meldepflichten wie FBAR und Form 8938 entstehen. Entscheidend sind nicht nur die Erträge, sondern auch die höchsten Kontostände, sämtliche ausländischen Konten zusammen und die Art der gehaltenen Investments.

U.S. Worldwide Income

Für die USA ist ein Konto bei einer deutschen Bank ein Foreign Financial Account

U.S. Citizens und U.S. Resident Aliens unterliegen grundsätzlich auch bei Wohnsitz in Deutschland der U.S. Besteuerung ihres weltweiten Einkommens. Zinsen, Dividenden und andere steuerpflichtige Erträge eines deutschen Kontos oder Depots müssen deshalb grundsätzlich auch in der U.S. Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden.

Daneben bestehen eigenständige Informationspflichten. Ein Konto kann daher meldepflichtig sein, obwohl es überhaupt keine Erträge erzielt hat.

Vier Ebenen

Ein deutsches Konto kann mehrere U.S. Pflichten gleichzeitig auslösen

Bei einer U.S.-Person mit Bank- oder Depotvermögen in Deutschland sollten Einkommensteuer und Informationsmeldungen gemeinsam geprüft werden.

  • Form 1040 – weltweite Kapitalerträge
  • FinCEN Form 114 – FBAR
  • Form 8938 – FATCA-Reporting in der Steuererklärung
  • PFIC-Prüfung bei deutschen und europäischen Fonds
  • Foreign Tax Credit für anrechenbare deutsche Steuer
  • weitere Forms bei Gesellschaften oder besonderen Investments

FinCEN Form 114

FBAR: Bereits mehr als 10.000 USD zusammen können ausreichen

Eine U.S.-Person muss grundsätzlich ein FBAR einreichen, wenn der zusammengefasste höchste Wert ihrer meldepflichtigen ausländischen Finanzkonten zu irgendeinem Zeitpunkt während des Kalenderjahres mehr als 10.000 USD beträgt.

Die Schwelle gilt nicht je Konto. Maßgeblich ist der aggregierte Wert aller relevanten ausländischen Konten.

Welche Konten?

Typische deutsche Finanzkonten für das FBAR

Girokonto

Ein persönliches deutsches Bankkonto gehört grundsätzlich zu den ausländischen Finanzkonten.

Tages- und Festgeld

Spar-, Tagesgeld- und Festgeldkonten sind bei der Ermittlung der FBAR-Schwelle einzubeziehen.

Wertpapierdepot

Ein Depot bei einer deutschen Bank oder einem deutschen Broker ist grundsätzlich als ausländisches Finanzkonto relevant.

Gemeinschaftskonto

Auch ein gemeinsam mit dem Ehepartner gehaltenes Konto kann für die U.S.-Person meldepflichtig sein.

Kontovollmacht

Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Konten relevant sein, über die eine U.S.-Person lediglich Zeichnungs- oder sonstige Verfügungsbefugnis hat.

Geschäftskonto

Auch ausländische Geschäftskonten können bei Financial Interest oder Signature Authority zusätzliche FBAR-Fragen auslösen.

Maximum Account Value

Für das FBAR zählt grundsätzlich der höchste Kontostand des Jahres

Für jedes meldepflichtige Konto wird der höchste Wert während des Kalenderjahres ermittelt. Bei einem Eurokonto wird dieser für die FBAR-Meldung in U.S. Dollar umgerechnet.

Der Kontostand am 31. Dezember allein genügt deshalb nicht. Ein Konto, das im März 50.000 EUR enthielt und zum Jahresende nur noch 2.000 EUR aufweist, wird nicht lediglich mit dem Jahresendwert betrachtet.

FBAR ≠ Form 1040

Das FBAR wird nicht mit der Einkommensteuererklärung eingereicht

FinCEN Form 114 ist eine eigenständige elektronische Meldung an das U.S. Treasury Department. Sie gehört nicht als Anlage zur Form 1040.

Für dieselben deutschen Konten können gleichzeitig Form 1040, FBAR und Form 8938 relevant sein.

  • separate elektronische Meldung
  • Kalenderjahr als Reporting-Zeitraum
  • höchster Jahreswert statt Jahresendbestand
  • Aggregation aller relevanten Foreign Accounts
  • auch Konten ohne steuerpflichtige Erträge möglich

FATCA · Form 8938

Form 8938 ist eine zusätzliche U.S. Meldepflicht – nicht der Ersatz für das FBAR

Form 8938 wird der U.S. Einkommensteuererklärung beigefügt und erfasst bestimmte ausländische Finanzvermögenswerte, wenn die jeweils anwendbare Wertgrenze überschritten wird.

Ein deutsches Bank- oder Depotkonto kann deshalb sowohl auf dem FBAR als auch auf Form 8938 erscheinen. Die Meldungen erfüllen unterschiedliche gesetzliche Pflichten.

Form-8938-Grenzen

Für in Deutschland lebende Steuerpflichtige gelten höhere Schwellenwerte

Nicht gemeinsam veranlagt

Für qualifizierende Steuerpflichtige, die außerhalb der USA leben und keine gemeinsame U.S. Steuererklärung abgeben, liegt die Schwelle grundsätzlich bei mehr als 200.000 USD am Jahresende oder mehr als 300.000 USD zu irgendeinem Zeitpunkt während des Jahres.

Married Filing Jointly

Für qualifizierende Ehegatten mit gemeinsamer U.S. Steuererklärung und Wohnsitz außerhalb der USA beträgt die Schwelle grundsätzlich mehr als 400.000 USD am Jahresende oder mehr als 600.000 USD zu irgendeinem Zeitpunkt während des Jahres.

Die erhöhten Auslandsschwellen gelten nur, wenn die Voraussetzungen für die Behandlung als außerhalb der USA lebender Steuerpflichtiger erfüllt sind. Andernfalls gelten deutlich niedrigere Schwellenwerte.

Unterschied FBAR / Form 8938

Zwei ähnliche Meldungen mit unterschiedlichen Regeln

Empfänger

Das FBAR wird an FinCEN beziehungsweise das Treasury Department übermittelt. Form 8938 wird mit der U.S. Einkommensteuererklärung beim IRS eingereicht.

Schwellenwerte

Das FBAR verwendet grundsätzlich die aggregierte 10.000-USD-Schwelle. Form 8938 hat abhängig von Wohnsitz und Filing Status deutlich höhere Grenzwerte.

Erfasste Vermögenswerte

Form 8938 kann neben ausländischen Finanzkonten auch bestimmte andere ausländische Finanzvermögenswerte erfassen, die nicht zwingend selbst ein FBAR-Konto darstellen.

Zinsen & Kapitalerträge

Deutsche Kapitalerträge gehören grundsätzlich auch in die U.S. Steuererklärung

Eine U.S.-Person versteuert grundsätzlich ihr weltweites Einkommen in den USA. Das gilt auch für Zinsen eines deutschen Tagesgeldkontos, Dividenden im deutschen Depot und realisierte Wertpapiererträge.

Die deutsche Bank erstellt jedoch keine U.S. Steuerberechnung. Deutsche Steuerbescheinigungen können daher nicht einfach wie ein U.S. Form 1099 übernommen werden.

  • Zinsen separat erfassen
  • Dividenden nach U.S. Regeln qualifizieren
  • Verkäufe mit U.S. Tax Basis berechnen
  • EUR-Beträge in USD umrechnen
  • deutsche Kapitalertragsteuer analysieren
  • Foreign Tax Credit gegebenenfalls auf Form 1116

Deutsche Abgeltungsteuer

Deutsche Kapitalertragsteuer beseitigt die U.S. Steuerpflicht nicht

Hat eine deutsche Bank Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag oder gegebenenfalls Kirchensteuer einbehalten, ist damit die U.S. Besteuerung nicht erledigt. Die Einkünfte müssen nach U.S. Regeln ermittelt und in der U.S. Steuererklärung berücksichtigt werden.

Soweit deutsche Einkommensteuer auf Einkünfte entfällt, die auch in den USA steuerpflichtig sind, kann ein Foreign Tax Credit in Betracht kommen. Die konkrete Anrechnung richtet sich jedoch nach den U.S. Source-, Category- und Limitation-Regeln.

Wechselkurse

Die U.S. Steuererklärung wird in U.S. Dollar erstellt

Deutsche Banken weisen Kontostände, Zinsen, Dividenden und Veräußerungsergebnisse regelmäßig in Euro aus. Für die U.S. Steuererklärung müssen die relevanten Beträge in U.S. Dollar umgerechnet werden.

Dabei ist zu unterscheiden zwischen der Umrechnung laufender Einkünfte, historischen Anschaffungskosten, Verkaufserlösen sowie den für FBAR und Form 8938 benötigten Vermögenswerten. Ein einziger Jahresendkurs ist nicht für jeden steuerlichen Zweck richtig.

Deutsches Depot

Bei Wertpapieren wird die U.S. Compliance deutlich komplexer

Ein deutsches Depot ist nicht nur wegen FBAR und Form 8938 relevant. Entscheidend ist auch, welche Wertpapiere darin gehalten werden. Besonders problematisch können deutsche und europäische Fonds und ETFs für U.S.-Personen sein.

Einzelaktien

Direkt gehaltene Aktien deutscher oder anderer Unternehmen werden nach den normalen U.S. Regeln für Dividenden und Veräußerungsgewinne analysiert.

Investmentfonds & ETFs

Viele nicht-U.S. Investmentfonds können aus U.S. Sicht als Passive Foreign Investment Company – PFIC – eingestuft werden und zusätzliche Form-8621-Pflichten auslösen.

U.S. Wertpapiere im deutschen Depot

Auch wenn im deutschen Depot ausschließlich U.S. Aktien oder U.S. ETFs liegen, bleibt das Depot selbst grundsätzlich ein ausländisches Finanzkonto für FBAR- und gegebenenfalls Form-8938-Zwecke.

PFIC

Der größte U.S. Stolperstein im deutschen Depot sind häufig europäische Fonds

Eine U.S.-Person sollte vor dem Kauf eines deutschen oder europäischen Fonds beziehungsweise ETFs prüfen, ob das Investment für U.S. Zwecke als PFIC gilt. Die U.S. Besteuerung kann erheblich von der deutschen Fondsbesteuerung abweichen.

Das Problem besteht unabhängig davon, dass der Fonds über ein ganz normales deutsches Bankdepot gehalten wird.

  • mögliche Form 8621
  • separate U.S. PFIC-Klassifikation
  • deutsche Investmentsteuerregeln nicht übertragbar
  • andere Berechnung von Ausschüttungen und Veräußerungen
  • historische Anschaffungsdaten besonders wichtig
  • vor dem Kauf steuerlich prüfen

Tax Basis

Der deutsche Einstandskurs ist nicht immer automatisch die U.S. Tax Basis

Bei Wertpapieren muss für U.S. Zwecke eine eigenständige historische Tax Basis in U.S. Dollar geführt werden. Maßgeblich sind grundsätzlich die für U.S. Steuerzwecke relevanten Anschaffungsdaten und Wechselkurse.

Dadurch kann ein Wertpapier in der deutschen Steuerberechnung einen anderen Gewinn oder Verlust ausweisen als in der U.S. Steuererklärung. Ein deutscher Steuerreport des Brokers ist deshalb wichtige Ausgangsinformation, aber keine fertige U.S. Steuerberechnung.

FATCA bei deutschen Banken

Warum die deutsche Bank nach U.S. Citizenship und einer TIN fragt

Deutsche Finanzinstitute müssen im Rahmen der FATCA-Regeln den U.S.-Status ihrer Kunden prüfen. Deshalb fragen Banken beispielsweise nach U.S. Staatsangehörigkeit, Geburtsort und U.S. Taxpayer Identification Number.

Wird der Kontoinhaber als meldepflichtige U.S.-Person identifiziert, können bestimmte Kontoinformationen im Rahmen des zwischenstaatlichen FATCA-Austauschs an die zuständigen Steuerbehörden übermittelt werden.

Form W-9

Eine deutsche Bank kann von einer U.S.-Person ein Form W-9 verlangen

Mit Form W-9 beziehungsweise bankeigenen FATCA-Selbstauskünften dokumentiert die Bank regelmäßig den U.S.-Steuerstatus und die Taxpayer Identification Number des Kunden.

Bei einem U.S. Citizen sollte die U.S. Staatsangehörigkeit gegenüber dem Finanzinstitut nicht mit einer bloßen Erklärung über den deutschen Wohnsitz verwechselt werden. Ein Wohnsitz in Deutschland beendet die U.S. Citizenship Taxation und den FATCA-Status nicht.

Gemeinschaftskonten

Ein Konto mit einem Nicht-U.S.-Ehegatten kann trotzdem vollständig meldepflichtig sein

Ist eine U.S.-Person Mitinhaber eines deutschen Gemeinschaftskontos, kann das Konto für FBAR-Zwecke grundsätzlich mit seinem gesamten höchsten Kontowert relevant sein. Die interne wirtschaftliche Aufteilung zwischen Ehegatten entspricht nicht automatisch der Kontomeldung.

Für Einkommensteuerzwecke ist davon getrennt zu prüfen, wem Zinsen, Dividenden und andere Erträge steuerlich zuzurechnen sind.

Nicht jedes deutsche Vermögen ist ein Bankkonto

Weitere deutsche Vermögenswerte können andere U.S. Reporting Forms auslösen

Deutsche GmbH

Eine Beteiligung an einer deutschen GmbH kann abhängig von Beteiligungshöhe und weiteren Voraussetzungen Form 5471 und CFC-Regeln auslösen.

Personengesellschaft

Beteiligungen an ausländischen Partnerships können Form 8865 oder andere Informationspflichten erfordern.

Foreign Trust

Bei bestimmten ausländischen Trust-Strukturen können Forms 3520 und 3520-A relevant werden.

Umzug in die USA oder nach Deutschland

Der Zeitpunkt, ab dem das deutsche Konto U.S.-meldepflichtig wird, hängt vom U.S.-Status ab

Bei einem U.S. Citizen besteht die U.S. Steuer- und Reporting-Perspektive grundsätzlich unabhängig vom deutschen oder amerikanischen Wohnsitz. Bei einem Nicht-U.S.-Citizen kann dagegen der Beginn oder das Ende der U.S. steuerlichen Ansässigkeit entscheidend sein.

Bei Green-Card-Inhabern, Personen mit Substantial Presence und Dual-Resident-Fällen sollte deshalb zunächst der U.S. Residency Status bestimmt werden, bevor FBAR, Form 8938 und die Einkommensbesteuerung eingeordnet werden.

Keine Erträge

Auch ein ruhendes deutsches Konto kann U.S. Meldepflichten auslösen

FBAR und Form 8938 sind Informationsmeldungen. Die Pflicht hängt daher nicht allein davon ab, ob das Konto Zinsen oder andere Einkünfte erzielt.

Ein Konto mit hohem Guthaben und null Euro Zinsen kann meldepflichtig sein, während ein kleines verzinstes Konto unterhalb der Meldegrenzen trotzdem steuerpflichtige U.S. Zinseinkünfte erzeugt.

  • Kontostand und Ertrag getrennt betrachten
  • alle ausländischen Konten zusammen erfassen
  • höchsten Jahreswert dokumentieren
  • Erträge unabhängig von Reporting-Schwellen versteuern
  • Depotbestand zusätzlich auf PFIC prüfen

Cross-Border-Compliance

So werden deutsche Konten für die U.S. Steuererklärung aufgearbeitet

U.S.-Person-Status bestimmen

Zunächst wird geprüft, ob und für welchen Zeitraum U.S. Citizenship oder U.S. Tax Residency besteht.

Alle ausländischen Konten erfassen

Girokonten, Sparkonten, Depots, Gemeinschaftskonten und gegebenenfalls Konten mit Verfügungsberechtigung werden zusammengestellt.

Maximalstände bestimmen

Für jedes relevante Konto wird der höchste Wert des Kalenderjahres ermittelt und für FBAR-Zwecke in U.S. Dollar umgerechnet.

FBAR-Pflicht prüfen

Die aggregierte 10.000-USD-Grenze und die konkreten Eigentums- beziehungsweise Verfügungsrechte werden geprüft.

Form-8938-Pflicht prüfen

Die ausländischen Finanzvermögenswerte werden mit der für Wohnsitz und Filing Status geltenden Schwelle verglichen.

Kapitalerträge aufarbeiten

Zinsen, Dividenden und Veräußerungen werden nach U.S. Regeln und in U.S. Dollar ermittelt.

Depot auf PFICs prüfen

Deutsche und andere nicht-U.S. Fonds und ETFs werden auf mögliche Form-8621-Pflichten untersucht.

Deutsche und U.S. Steuer abstimmen

Deutsche Steuerbescheinigung, Foreign Tax Credit und U.S. Income Reporting werden in einer gemeinsamen Cross-Border-Berechnung koordiniert.

Benötigte Unterlagen

Welche Daten für deutsche Konten und Depots typischerweise benötigt werden

Jahreskontoauszüge

Kontoinhaber, IBAN beziehungsweise Kontonummer, Bank und Jahresendbestand.

Höchste Kontostände

Der maximale Saldo jedes Kontos während des Kalenderjahres für die FBAR-Berechnung.

Steuerbescheinigung

Deutsche Jahressteuerbescheinigung mit Zinsen, Dividenden, Kapitalerträgen und einbehaltenen Steuern.

Depotübersicht

Jahresendbestand und vollständige Liste der gehaltenen Aktien, Fonds, ETFs und sonstigen Wertpapiere.

Transaktionshistorie

Käufe und Verkäufe mit Datum, Stückzahl, Kaufpreis und Verkaufserlös zur Ermittlung der U.S. Tax Basis.

Vorjahresmeldungen

Frühere FBARs, Forms 8938 und Forms 8621 helfen, Konten und steuerliche Positionen konsistent fortzuführen.

Typische Fehler

Was bei deutschen Konten von U.S.-Personen häufig übersehen wird

„Unter 10.000 USD je Konto“

Die FBAR-Grenze gilt grundsätzlich für den aggregierten Wert aller relevanten ausländischen Konten, nicht für jedes Konto einzeln.

Nur den Jahresendbestand verwenden

Für das FBAR ist grundsätzlich der höchste Kontostand während des Jahres maßgeblich.

Form 8938 statt FBAR einreichen

Form 8938 ersetzt das FBAR nicht. Beide Meldungen können für dieselben Konten parallel erforderlich sein.

Konten ohne Zinsen ignorieren

Informationsmeldungen hängen vom Kontowert ab und können auch für Konten ohne Einkommen erforderlich sein.

Deutschen Steuerreport übernehmen

Die deutsche steuerliche Berechnung entspricht nicht automatisch der U.S. Berechnung von Zinsen, Dividenden und Capital Gains.

Europäische ETFs wie U.S. ETFs behandeln

Viele nicht-U.S. Fonds können PFICs sein und völlig andere U.S. Steuer- und Reporting-Regeln auslösen.

Häufige Fragen

Deutsches Konto als U.S.-Person

Muss ich mein deutsches Bankkonto in den USA melden?
Als U.S.-Person kann ein deutsches Konto sowohl FBAR- als auch Form-8938-Pflichten auslösen. Welche Meldung erforderlich ist, hängt insbesondere vom Gesamtwert Ihrer ausländischen Konten und Vermögenswerte ab.
Ab welchem Betrag muss ich ein FBAR einreichen?
Grundsätzlich besteht die FBAR-Pflicht, wenn der aggregierte höchste Wert aller meldepflichtigen ausländischen Finanzkonten zu irgendeinem Zeitpunkt des Kalenderjahres mehr als 10.000 USD beträgt.
Gilt die 10.000-USD-Grenze für jedes Konto einzeln?
Nein. Die Werte der relevanten ausländischen Finanzkonten werden grundsätzlich zusammen betrachtet.
Muss ich ein Konto melden, das keine Zinsen zahlt?
Ja, das kann erforderlich sein. Die FBAR- und Form-8938-Pflichten hängen grundsätzlich vom Wert des Kontos beziehungsweise der ausländischen Finanzvermögenswerte ab, nicht davon, ob Einkommen erzielt wurde.
Brauche ich Form 8938 zusätzlich zum FBAR?
Möglicherweise ja. Form 8938 und FBAR sind getrennte Meldepflichten mit unterschiedlichen Regeln und Schwellenwerten. Dass ein Konto bereits im FBAR gemeldet wurde, beseitigt eine bestehende Form-8938-Pflicht nicht.
Wie hoch ist die Form-8938-Grenze bei Wohnsitz in Deutschland?
Für qualifizierende Steuerpflichtige, die außerhalb der USA leben, liegt die Schwelle grundsätzlich bei mehr als 200.000 USD am Jahresende oder 300.000 USD während des Jahres für nicht gemeinsam veranlagte Personen und bei mehr als 400.000 beziehungsweise 600.000 USD für Married Filing Jointly.
Muss ich deutsche Zinsen in den USA versteuern?
Eine U.S.-Person unterliegt grundsätzlich der U.S. Besteuerung ihres weltweiten Einkommens. Zinsen eines deutschen Bankkontos müssen daher grundsätzlich auch in der U.S. Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden.
Wird deutsche Kapitalertragsteuer in den USA angerechnet?
Eine Anrechnung kann über den Foreign Tax Credit möglich sein. Sie muss jedoch nach den U.S. Regeln für Einkunftsquelle, Einkunftskategorie und Credit Limitation berechnet werden.
Ist ein deutsches Depot ebenfalls FBAR-pflichtig?
Ein Depot bei einem deutschen Finanzinstitut ist grundsätzlich ein ausländisches Finanzkonto und kann daher in die FBAR-Meldung einzubeziehen sein.
Sind deutsche ETFs für U.S.-Personen problematisch?
Häufig ja. Viele deutsche und europäische Fonds und ETFs können aus U.S. Sicht als PFIC qualifizieren und dadurch zusätzliche Form-8621- und komplexe U.S. Steuerregeln auslösen.
Warum fragt meine deutsche Bank nach meiner U.S. Steuer-ID?
Deutsche Banken müssen ihren FATCA-Pflichten nachkommen und prüfen deshalb, ob ein Kunde eine U.S.-Person ist. Dazu können Angaben zur U.S. Staatsangehörigkeit und zur Taxpayer Identification Number verlangt werden.
Ersetzt die FATCA-Meldung meiner Bank mein FBAR?
Nein. Die Meldung eines Finanzinstituts im Rahmen von FATCA ersetzt weder das persönliche FBAR noch eine gegebenenfalls erforderliche Form 8938 oder die U.S. Einkommensteuererklärung.

Deutschland–USA Steuerberatung

Sie sind U.S.-Person und haben Bank- oder Depotkonten in Deutschland?

Wir koordinieren die U.S. und deutsche Behandlung Ihrer Finanzkonten und Kapitalanlagen. Dazu gehören Form 1040, FBAR, Form 8938, Foreign Tax Credits, die Prüfung deutscher und europäischer Fonds auf PFIC-Risiken sowie die Abstimmung mit der deutschen Einkommensteuererklärung.

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