Situation
Zuzug Schweiz → Deutschland · Schweizer berufliche VorsorgeSchweizer Pensionskasse nach dem Zuzug nach Deutschland
Sie ziehen aus der Schweiz nach Deutschland und haben Ansprüche aus einer Schweizer Pensionskasse. Für die weitere Planung kommt es darauf an, ob das Guthaben in der Schweiz verbleibt, eine Rente beginnt oder eine Kapitalauszahlung vorgesehen ist. Ebenso wichtig sind die Zusammensetzung der Leistung, Ihre Wohnsitzverhältnisse und der zeitliche Ablauf. Diese Seite führt durch die wichtigsten Prüfungen und zeigt, welche Unterlagen benötigt werden.
Überblick
Den Zuzug und die Vorsorgeleistung gemeinsam planen
Ein deutscher Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt begründet grundsätzlich unbeschränkte Einkommensteuerpflicht. Bei fortbestehenden Verbindungen zur Schweiz ist zusätzlich die Ansässigkeit nach dem Doppelbesteuerungsabkommen zu prüfen.
Stellen Sie deshalb den Zuzug, das Ende Ihrer Schweizer Beschäftigung und einen geplanten Leistungsbezug in einer gemeinsamen Zeitfolge dar. Anmeldung, Wohnungsbezug, Auszahlungsantrag und tatsächliche Zahlung sollten nachvollziehbar dokumentiert werden.
Für die Beratung werden sowohl Ihre persönlichen Verhältnisse als auch die Unterlagen der Vorsorgeeinrichtung benötigt. Ein Kontostand allein reicht für die Vorbereitung einer Auszahlung nicht aus.
Die Schweizer Vorsorgeseite mitberücksichtigen
Auszahlungsmöglichkeiten, Anträge und die Abstimmung mit der Schweizer Vorsorgeeinrichtung gehören ebenfalls in die Vorbereitung. Auf TaxRep Schweiz finden Sie ergänzende Informationen zu Vorsorge und Renten im Verhältnis Schweiz–Deutschland.
Prüfsystematik
Vier Ebenen für Ihre Vorsorgeplanung
Beginnen Sie mit den Wohnsitzverhältnissen. Erfassen Sie anschließend die Vorsorgeansprüche, den geplanten Bezug und die Behandlung in beiden Ländern.
- Wohnsitz, Steuerpflicht und DBA-Ansässigkeit
- Vorsorgeeinrichtung und Zusammensetzung der Ansprüche
- Leistungsart und geplanter Auszahlungszeitpunkt
- Steuererklärung und Schweizer Quellensteuerverfahren
Zuzug
Wohnungsbezug, Umzugsablauf und persönliche Verbindungen zu beiden Ländern festhalten.
Ansprüche
Vorsorgeausweise, Reglemente und Bescheinigungen der beteiligten Einrichtungen zusammentragen.
Leistungsbezug
Rente, Kapitalzahlung oder Verbleib des Guthabens anhand Ihrer Ziele vergleichen.
Abwicklung
Steuerberechnung, Erklärungen, Nachweise und mögliche Erstattungsanträge vorbereiten.
Guthaben in der Schweiz
Was mit der Pensionskasse nach dem Umzug geschieht
Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber und der Vorsorgeeinrichtung, ob Ihre Versicherung weitergeführt wird oder eine Austrittsleistung entsteht. Lassen Sie sich die vorgesehenen Schritte und die notwendigen Anträge schriftlich erläutern.
Beschäftigung bleibt bestehen
Wenn Sie weiterhin in der Schweiz arbeiten, sollten Beitragsbescheinigungen, Arbeitsorte und Versicherungsverhältnisse in die Prüfung einbezogen werden.
Arbeit & SozialversicherungFreizügigkeitsguthaben
Bei einem Wechsel auf eine Freizügigkeitseinrichtung sollten Sie den Übertragungsnachweis und die vollständige Vorgeschichte des Guthabens aufbewahren.
Freizügigkeitskonto nach ZuzugBarauszahlung beim Wegzug
Bei einem Umzug nach Deutschland ist die Barauszahlung des obligatorischen Guthabens wegen Ausreise grundsätzlich ausgeschlossen, wenn dort eine obligatorische Versicherung für Alter, Invalidität und Hinterlassenenleistungen besteht. Der überobligatorische Teil ist gesondert zu beurteilen.
Übertragung und Auszahlung unterscheiden
Eine direkte Übertragung von Austrittsleistungen zwischen Schweizer Vorsorgeeinrichtungen führt nach der Verwaltungsauffassung mangels Zu- oder Abfluss grundsätzlich weder zu steuerpflichtigen Einnahmen noch zu Sonderausgaben. Eine Auszahlung an Sie benötigt eine eigene Prüfung.
Auszahlungsvoraussetzungen vor dem Antrag klären
Die Beschränkung einer Barauszahlung wegen Ausreise ist von einem Bezug als Altersleistung oder einem Wohneigentumsvorbezug zu unterscheiden. Lassen Sie den konkreten Auszahlungsgrund und die benötigten Nachweise von der Einrichtung bestätigen.
Deutsche Einordnung
Obligatorium, Überobligatorium und Leistungsart trennen
Für die deutsche Besteuerung werden die gesetzliche Mindestvorsorge, das Obligatorium, und die zusätzliche Vorsorge, das Überobligatorium, getrennt betrachtet. Fordern Sie eine Bescheinigung über die Aufteilung der konkreten Leistung an.
Laufende Pensionskassenrente
Der obligatorische Teil unterliegt grundsätzlich der Besteuerung mit dem maßgebenden Besteuerungsanteil. Eine Leibrente aus dem Überobligatorium wird grundsätzlich mit dem Ertragsanteil angesetzt.
Für die Vorbereitung benötigen Sie den Rentenbeginn, die Leistungsaufteilung und die jährlichen Abrechnungen der Einrichtung.
Renten & DBAEinmalige Kapitalauszahlung
Obligatorische Kapitalleistungen sind grundsätzlich nach § 22 EStG mit dem maßgebenden Besteuerungsanteil zu erfassen. Für überobligatorische Kapitalleistungen gelten die Versicherungsregeln des § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG. Vertragsbeginn und anwendbare Gesetzesfassung sind wichtig.
Lassen Sie die erwartete Nettoleistung vor dem Bezug berechnen und berücksichtigen Sie dabei auch Ihre übrigen Einkünfte.
Kapitalbezug bei deutschem WohnsitzKeine pauschale Aussage zur Steuerfreiheit
Steuerfreiheit bei älteren Verträgen und eine Tarifermäßigung für Kapitalleistungen sind nur unter den jeweiligen Voraussetzungen zu prüfen. Eine lange Schweizer Beschäftigung allein beantwortet diese Fragen nicht.
Zeitlicher Ablauf
Einen Leistungsbezug rund um den Zuzug vorbereiten
Wenn der Bezug zeitlich nahe am Umzug liegt, sollte die Beratung den gesamten Ablauf erfassen. Geben Sie auch einen bereits bestehenden deutschen Wohnsitz an, etwa eine weiterhin verfügbare Wohnung.
Für einen Vergleich verschiedener Möglichkeiten werden verbindliche Angaben der Vorsorgeeinrichtung benötigt: Welche Leistungen stehen zur Wahl, welche Anmeldefristen gelten und wann könnte eine Zahlung tatsächlich erfolgen?
Vor der Entscheidung
Leistungsangebote einholen, persönliche Ziele festhalten und offene Fragen zur Auszahlung mit der Einrichtung klären.
Im Umzugsjahr
Wohnsitzverhältnisse, Beschäftigungsende, Antragstellung und Zahlung in einer Zeitfolge dokumentieren.
Nach dem Leistungsbezug
Abrechnung, Banknachweis und Steuerbescheinigungen für die Erklärung und weitere Anträge zusammenstellen.
Die Anmeldung ist nur ein Teil des Sachverhalts
Für die Wohnsitzprüfung sind die tatsächlichen Lebensverhältnisse maßgeblich. Planen Sie eine Zahlung deshalb anhand eines vollständig dokumentierten Umzugsablaufs.
Deutschland–Schweiz
Schweizer Quellensteuer und DBA gesondert prüfen
Ein Schweizer Steuerabzug beantwortet nicht abschließend, welches Land die Leistung nach dem DBA besteuern darf. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Leistungen aus früheren privaten und öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnissen.
Besteuerungsrecht bestimmen
Erfassen Sie den früheren Arbeitgeber, das zugrunde liegende Arbeitsverhältnis und die Herkunft der Ansprüche. Auch bei einer späteren Zahlung aus einer Freizügigkeitseinrichtung sollte diese Vorgeschichte dokumentiert sein.
Die deutsche einkommensteuerliche Einordnung und die Zuweisung des Besteuerungsrechts nach dem DBA sind getrennte Prüfungsschritte.
Abkommensrechtliche EinordnungErstattungsverfahren vorbereiten
Soweit eine Rückerstattung nach dem DBA möglich ist, sind Antrag, Auszahlungsabrechnung und die erforderliche Bestätigung der deutschen Steuerbehörde vorzubereiten. Zuständigkeit und Fristen müssen beachtet werden.
Bei Leistungen aus früherem öffentlichem Dienst kann die Behandlung abweichen. Eine Erstattung darf deshalb nicht pauschal unterstellt werden.
Quellensteuer auf VorsorgeleistungenWeitere Fragen
Andere Vorsorgeansprüche mit erfassen
Stellen Sie für die Planung eine Übersicht aller Vorsorgeansprüche zusammen. Die folgenden Bereiche helfen bei der Vorbereitung des Gesamtfalls.
Das Guthaben liegt bereits bei einer Stiftung
Ergänzen Sie die früheren Pensionskassenunterlagen um Übertragungsbelege und aktuelle Kontoausweise. So bleibt die Entwicklung des Guthabens nachvollziehbar.
Freizügigkeitskonto nach ZuzugZusätzliche gebundene Vorsorge
Legen Sie auch Verträge und Ausweise Ihrer Säule-3a-Konten oder Versicherungen vor. Diese Ansprüche benötigen eine eigene Einordnung.
Säule 3a bei deutschem WohnsitzSchweizer staatliche Rente
Ergänzen Sie die Übersicht um AHV-Rentenbescheide oder Prognosen sowie weitere Rentenansprüche. Das erleichtert eine gemeinsame Einkommensplanung.
Schweizer AHV in DeutschlandDer gesamte Wohnsitzwechsel
Beziehen Sie Beschäftigung, weitere Einkünfte, Wohnungen und familiäre Verhältnisse in die Vorbereitung Ihres Umzugs ein.
Umzug Schweiz → DeutschlandCheckliste
Unterlagen für die Prüfung Ihrer Pensionskasse
Wohnsitz und Zuzug
Umzugstermin, Wohnungsbezug in Deutschland, Schweizer Abmeldung, verbleibende Wohnungen und familiäre Lebensverhältnisse.
Vorsorgeeinrichtung
Name und Sitz der Pensionskasse oder Freizügigkeitsstiftung, Vorsorgeausweise, Reglemente und aktuelle Leistungsangebote.
Aufteilung der Ansprüche
Bescheinigung zu Obligatorium und Überobligatorium sowie eine entsprechende Aufschlüsselung der vorgesehenen Rente oder Kapitalleistung.
Versicherungsverlauf
Eintrittsdatum, frühere Arbeitgeber, Beitragsverlauf, Einkäufe, Vorbezüge und Übertragungen zwischen Einrichtungen.
Geplanter Leistungsbezug
Auszahlungsgrund, gewünschte Leistungsform, Antrag, vorgesehener Zahlungstermin und gegebenenfalls Rentenbeginn.
Steuern und übrige Einkünfte
Quellensteuerabrechnungen, bisherige Steuerbescheide, erwartete weitere Einkünfte und Angaben zu anderen Vorsorgeleistungen.
Vertiefungen
Die einzelnen Steuerfragen vertiefen
Je nach Leistungsform und Ausgangssituation helfen die folgenden Fachbeiträge bei der weiteren Vorbereitung.
Schweizer Pensionskasse bei deutschem Wohnsitz
Die deutsche Einordnung der Schweizer beruflichen Vorsorge und die notwendigen Leistungsnachweise.
Fachartikel lesenKapitalbezug bei deutschem Wohnsitz
Die Vorbereitung einer einmaligen Auszahlung und die Prüfung ihrer deutschen Steuerfolgen.
Fachartikel lesenRenten im DBA Deutschland–Schweiz
Die Zuweisung der Besteuerungsrechte und die Bedeutung des früheren Arbeitsverhältnisses.
Fachartikel lesenSchweizer Quellensteuer auf Vorsorgeleistungen
Die Prüfung einer Rückerstattung und die Vorbereitung der erforderlichen Nachweise.
Fachartikel lesenRechtsgrundlagen und Behördeninformationen
Für die Prüfung relevant sind insbesondere § 1 EStG , § 20 EStG , § 22 EStG und das DBA Deutschland–Schweiz. Ergänzend sind das BMF-Schreiben vom 27. Juli 2016 unter Berücksichtigung späterer Rechtsänderungen sowie die Informationen des Sicherheitsfonds BVG zur Barauszahlung nach Ausreise heranzuziehen.
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Pensionskasse, Freizügigkeit, AHV und private Vorsorge zwischen Deutschland und der Schweiz.
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Wohnsitz, DBA-Ansässigkeit und die Vorbereitung des Zuzugs nach Deutschland.
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Schweizer Beschäftigung, grenzüberschreitende Tätigkeit und Versicherungsverhältnisse.
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Erklärung der Vorsorgeleistungen, Unterlagen und Abstimmung mit den Steuerbehörden.
Thema öffnenSteuerberatung Deutschland–Schweiz
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Wir prüfen Ihre Wohnsitzverhältnisse, die Zusammensetzung Ihrer Vorsorgeansprüche und die steuerlichen Folgen eines geplanten Bezugs. Auf dieser Grundlage lassen sich Auszahlung, deutsche Steuererklärung und ein mögliches Schweizer Quellensteuerverfahren gemeinsam vorbereiten.
Pensionskassenfall prüfen lassen